Die vergessene Welt in der Tiefe Schwandorfs
Das kleine und überschaubare Städtchen Schwandorf verbirg unter seiner Oberfläche wahrhaft eindrucksvolles. Die Schwandorfer „Unterwelt“. Wir steigen hinab ins Felsenkeller-Labyrinth, die in den Sandstein gehauenen ehemaligen Gär- und Lagerkeller für Bier.
In den unzähligen und zum Teil bis heute unentdeckten Gängen dieses Labyrinths streift man durch 500 Jahre Geschichte der Stadt und ihres Brauwesens. In ihrer Anzahl und Ausdehnung, aber auch in ihrer teils komplexen Lage in bis zu drei Etagen übereinander, sind die Felsenkeller der Stadt eine Besonderheit in ganz Bayern.
Von den rund 130 Kellerabteilen im Berg saniert die Stadt Schwandorf einen zusammenhängenden Bereich mit etwa 60 Räumen und macht ihn der Öffentlichkeit zugänglich. Große Teile des Labyrinths konnten wir mit einem Gästeführer besichtigen.
Durch die mit Sicherheit einzigartige Erlebnisführung wurden wir Zeuge ehemals vergangener Zeit. So etwa die Geschichte der Kellerdiebe, die sich der Keller als Unterschlupf bedienten und die Jagd nach Ihnen durch die Schandamerie. Diese schauspielerische Begleitung durch die Regensburger „STADTMAUS“-Truppe war wohl für jeden ein besonderes Erlebnis.
